Die Nerf-Warbase zu Besuch beim Dartgewitter Coburg

Lange wurde es vorhergesagt und nun war es endlich soweit. Nach 2 Jahren Ankündigung und pünktlich zum Sommerfest des FIS schickte die Nerf-Warbase drei Abgesandte nach Coburg, um Club-Freundschaften zu pflegen und dem Nerf-Sport auf neuem Terrain zu frönen.

 

Um 09:00 Uhr morgens machten sich also drei mutige Seelen auf den Weg. Nach einer dreistündigen Autofahrt, dank einer alles andere als schönen Umleitung, die sie dann an so interessanten Städten vorbei führte wie Suhl oder Einöd, kamen die drei in Coburg an und wurden dort auch gleich herzlich in Empfang genommen.

 

Nach dem Betreten der Örtlichkeiten wurde uns auch gleich klar, dass es sich für uns um eine völlig andere Art der Nerfens handelt. Nach Zählungen der Dartgewitter-Orga erblickten wir einen Raum, der gefüllt mit knapp 90 motivierten und fast schon aufgeregten Teilnehmern gefüllt war. Auch wenn sich ein Großteil der der Teilnehmer in der Altersgruppe von 10 Jahren befand, war das Publikum jedoch ähnlich wie bei der Warbase sehr gemischt und so waren neben einzelnen Eltern auch ganze Gruppen von Teilnehmern über 18 Jahren vertreten.

 

Die Taschen ab- und die Ausrüstung angelegt, ging es gleich zur Dart-Ausgabe und zum Chronographen. Dieser war wichtig, denn auch wenn das Dartgewitter modifizierte Blaster zulässt, darf dabei die FPS-Zahl von 95 nicht überschritten werden (Dieses Maximum ist jedoch bei dem Spielgelände vollkommen ausreichend).

Bestand der Blaster den Test, so bekam er einen Aufkleber und durfte eingesetzt werden. Dann hieß es noch die zur Verfügung gestellten 30 Darts abholen, sich in eines der 7 Teams einordnen lassen und die Matches konnten beginnen.

Gespielt wurde eine Variante von Team-DeathMatch, sprich wer getroffen wurde ist raus. Dabei machte es auch keinen Unterschied, ob man am Arm, Bein oder Kopf getroffen wurde, das Spiel war ab diesem Zeitpunkt für einen Spieler vorbei.

 

Schon in der ersten Runde zeigten sich die Auswirkungen der Unterschiede zwischen dem Dartgewitter und der Nerf- Warbase: Nicht nur das feste Dartlimit von 30 stellte uns vor eine ungewohnte Herausforderung. Da wir uns hauptsächlich als Commando oder Medic über das Schlachtfeld kämpfen, musste es schnell zu einer Anpassung der bekannten Strategien kommen.

Doch war auch die Umgebung neu. Aus dem heimischen „Woodland“ kommend wurden wir in ein CQB ("Close Quarter Battle", also Kampf in engen Häusern/ Umgebung) geworfen, in dem sich schnell herausstellte dass Körpergröße einen Nachteil darstellen kann. So verdeckten die aufgestellten 120cm Papp-Hindernisse gerne mal 80% der Kinder. Dies stellte eine Meute „Angriff“ schreiender Kinder schnell als Gefahr für das eigene Verbleiben im Match dar.

 

Doch auch hierfür fanden wir eine Antwort und konnten durch unser Auftreten und auf bekanntem Grund gesammelte Erfahrungen nutzen. Ein weiterer Unterschied war die stärkere Präsenz von Schiedsrichtern.

 

An allen taktisch prekären Punkten waren sie vorhanden. Sie achteten auf die Einhaltung der Regeln und waren auch bei Fragen gerne hilfreich. Mit ihrer Hilfe konnten fragwürdige Situationen schnell und für bei Seiten zufriedenstellend gelöst werden.

Die Matches dauerten ca. 15 Minuten und waren durch die durchmischten Gegenspieler und der hohen Anzahl an Teams immer eine neue Herausforderung. Konnte kein Team alle gegnerischen Spieler aus dem Spiel nehmen wurde durch die Orga das Match für beendet erklärt. Im Anschluss wurden dann die Darts aufgesammelt. Hier hieß es schnell sein, da die jüngeren Teilnehmer das Spielfeld innerhalb kürzester Zeit von Munition gesäubert hatten und bereits heiß darauf waren diese gegen die anderen Teams zu nutzen.

Das Abschließen der Runden nach einer festen Zeit ermöglichte einen hohen Durchlauf an Spielen und machte so ein frühes Ausscheiden in einer der Runde schnell wieder wett.

 

Um den Spielern weiterhin Abwechslung zu bieten, wurden die Startpunkte der verschiedenen Teams vor dem Beginn der Runden gewechselt. Auf diese Art bekam man das ganze Spielfeld zu sehen und musste sich mit seinen unterschiedlichen Gegebenheiten auseinandersetzen.

 

Außerhalb des Spielbereiches gab es Tische und Bänke zum Sitzen. Für Verpflegung wurde gegen sehr faire Preise gesorgt und so konnte man neben dem Spielgeschehen entspannen und Gespräche über Taktiken, neue Blaster oder auch Modding-Erfahrungen führen. Alles in Allem war es ein Tag, der mit vielen neuen Eindrücken gespickt war und sehr angenehm verlief.

Abschließend muss den Damen und Herren des Dartgewitters ein großes Lob ausgesprochen werden. Denn das hier gezeigte Event ist eine sehr gut organisierte Veranstaltung,

die nicht nur frei zugänglich ist für die Öffentlichkeit sondern auch mit dem Gebotenen einiges an Vor- und Nachbereitung abverlangt. Und diese ist auch wichtig, denn mit ihrer eher auf das jüngere Publikum ausgelegte Nerf-Veranstaltung, muss nicht nur für das eigene und das Wohl der jüngeren Mitspieler, sondern auch das Wohl der Eltern gesorgt werden.

 

Nun kommen wir zu dem Punkt, auf den definitiv hinzuweisen ist: Das Dartgewitter ist eine Veranstaltung, die klar auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet ist - und das bemerkt man.

 

Angefangen bei dem gleichbleibenden Spielziel über die FPS-Grenze bis hin zum Zeitlimit der Runden ist das zu erkennen. Taktisches Spiel ist eher selten und mögliche Szenario-Spiele, die sich bei dieser Umgebung anbieten würden sind auch nicht vorhanden. Trotz dieser benötigten Limitierungen ist der Besuch eines Dartgewitters für Freunde des Hobbys und besonders für Familien es absolut wert. So wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass die Nerf-Warbase einen Ausflug ins schöne Frankenland unternommen hat. Doch beim nächsten Mal werden wir mehr sein und die Ausrüstung wird sich angepasst haben!

 

-Charlie "Ice"

Neugier geweckt? Hier gehts zur Homepage des Dartgewitters:

https://www.fis-ev.de/spiel/dartgewitter/